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Was die Bundeswehr in Afghanistan erwartet
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Wer wissen will, was die Bundeswehr in Afghanistan erwartet, sollte dieses Buch über den Einsatz der Briten in der Provinz Helmand im Jahre 2006 lesen. Auch die Briten kamen in der Absicht, als bewaffnetes THW zu agieren, wurden aber sehr schnell durch ständige Angriffe der Taliban daran gehindert. Da sie ausserdem nicht als Besatzungsmacht auftreten wollten, sondern mit den lokalen Autoritäten auszukommen wünschten, wurden sie von diesen korrupten und auch kriminellen Vertretern der afghanischen Staatsmacht zu deren Zwecken missbraucht. Was ihre Sympathien bei der von allen drangsalierten Bevölkerung nicht vermehrte. Hinzu kamen die wachsenden "Kollateralschäden" der Kämpfe. Ausserdem mussten die Briten feststellen, dass ihre Bewaffnung unzureichend war, was zur fast totalen Abhängigkeit von den Amerikanern bzgl. Luftunterstützung führte. All das muss die Bundeswehr jetzt auch in wachsendem Masse feststellen, obwohl die Bundeswehr teilweise eine bessere Ausrüstung als die Briten hätte. Leider nur im Konjunktiv, da man sich (noch) nicht getraut, diese Ausrüstung (z.B. die PzH 2000)auch tatsächlich einzusetzen. Die Taliban stellen aber jetzt auch im Norden die Machtfrage, wie sie sie den Briten schon 2006 gestellt haben. Wie, kann man in diesem Buch nachlesen, das die Erlebnisse von "3 Para" = "3rd bataillon, parachute regiment" nachvollziehbar beschreibt.
Eine Rezension von Bernd Pfeuffer > München, Deutschland
vom 2. Juli 2009 |