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tion harter Arbeit, die Unterordnung des Individuums in die Gemeinde, sowie der feierliche Glau-
be an asiatische Werte3.
1.3
Asian Miracle Sind Demokratie und Entwicklung Synonyme?
Besonders schwierig scheint die Beurteilung des bereits angetönten Asian Miracle. Vertreter beider
Lager scheinen sich absolut sicher, dass es eben die eine oder andere Strategie war, der solcher
Erfolg zugewiesen werden muss. Es überrascht wenig, dass sie sich nach der Asienkrise 1997 ge-
genseitig den schwarzen Peter zuschieben wollten. Vertreter der Developmental State Theorie be-
schuldigen den massiven Anteil FDI, welcher den Asienmarkt erst aufblähte als Hauptgrund der
Asienkrise. Als die Krise erst einmal ins Rollen kam, wurde Kapital fluchtartig aus den Märkten
abgezogen und riesige Mengen an Kapital vernichtet. Neoliberalisten hingegen meinen es seien
genau jene Praktiken der autoritären Regimes gewesen, die lokale Politik, Banken und Industrie in
einem nicht-transparenten Filz hatten verschmelzen lassen4. Gilpin lässt die Frage, ob nun Demo-
kratie Entwicklung oder Entwicklung Demokratie bedingt offen und zitiert ein im April 2000 ver-
öffentlichtes Papier der Vereinten Nationen welches zum Schluss gekommen sei, dass erfolgreiche
wirtschaftliche Entwicklung gutem government bedürfe, was in vielen LDCs leider fehle. In
ihrem Buch Liberalism, Democracy and Development stellt Sylvia Chan die Verbindung zwi-
schen Demokratie und Entwicklung grundsätzlich in Frage. Chan stellt insgesamt sechs Konzepte
vor. Sie teilt zuerst das Konzept des Liberalismus in drei Teilbereiche auf: ökonomischer, ziviler
und politischer Liberalismus. Zudem nennt sie drei Weitere Konzepte: Sicherheit, Stabilität, Infor-
mation und Transparenz.5 Diese sechs Aspekte, so Chan können willkürlich in einer institutionel-
len Matrix verbunden werden. Ein politisches System kann demnach sehr wohl autoritäre Züge
(z.B. Einparteiensystem) aufweisen und trotzdem eine liberale makroökonomische Policy betrei-
ben. Chan zeigt anhand der Vertreter des Asian Miracle auf, dass ökonomische Entwicklung
dank eines dem Staat angepassten institutionellen Mix, trotz fehlender Demokratisierung möglich
ist.
3
GILPIN, Robert (2001). Global Political Economy. Princeton: Princeton University Press. 319
4
GILPIN, Robert (2001). Global Political Economy. Princeton: Princeton University Press. 330
5
CHAN, Sylvia (2002). Liberalism, Democracy and Development. Cambridge: Cambridge University Press; 2.
5
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