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Freihandel als Demokratisierungsmotor Irak - Wie weiter?

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2     Irak heute – Eine Bestandesaufnahme Die pauschale und unbewiesene Behauptung, zwischen Al Qaeda und dem Regime Saddam Hus- seins bestehe eine Verbindung, rückte schnell in den Hintergrund als es darum ging, die Öffent- lichkeit von einem erneuten Irakkrieg zu überzeugen. Der letztlich proklamierte Kriegsgrund der Massenvernichtungswaffen (MVW) mag zwar einer unter vielen sein, bleibt aber punkto dessen Dringlichkeit ebenso unbegründet, zumal MVW bis heute nicht gefunden wurden. Viel einleuch- tender scheint die Idee der Pax Americana, dem Plan einer neuen Weltordnung, in der die Demo- kratie durch Handel verbreitet werden und freie Marktwirtschaft die Welt sicherer gestalten soll. Terrorismus  soll  mit  der  Verbreitung  von  Wohlstand  und  Demokratie  ausgelöscht  werden.  Am Beispiel Afgahnistans wurde klar, dass sogenannte „failed“ oder „rough states“ der ideale Inkuba- tor für internationalen Terrorismus im Allgemeinen und islamischen Fanatismus im Besonderen darstellen. Dani Rodrik, Professor für Politische Ökonomie an der John F. Kennedy School of Go- vernment,  Harvard  University, bestreitet jedoch,  dass Wirtschaftswachstum alleiniges Heilmittel für  Entwicklungsländer  darstellt.  Die  Erweiterung  von  Handelsräumen  kann  die  von  der  WTO (World Trade Organization) proklamierten Ziele wie Erhöhung des Lebensstandards, nachhaltige Entwicklung,  Armutsreduktion  seiner  Meinung  nach  nur  dann  ermöglichen,  wenn  gleichzeitig institutionelle Veränderungen von Innen stattfinden.6 Die militärische Übermacht der USA erlaub- te es ihr, den jüngsten Irakkrieg erfolgreich durchzuführen und einen, wenn auch noch nicht voll- brachten Regimewechsel zu erzeugen. Welche Kräfte künftig „von Innen“ wirken, dürfte stark von den Interessen der USA abhängen. So scheinen die USA aus sicherheitspolitischen und wirtschaft- lichen Gründen Heraus bestrebt, im Irak ein dem Westen freundlich gesinntes Regime einzuset- zen. Konträr  zu  den  nationbuilding-Ansprüchen  der  USA,  aus  dem  Blickwinkel  der  Developmental State Theorie, eröffnet sich aus der Erfahrung des Asian Miracles die Möglichkeit, dass ein allen- falls  nicht-demokratischer  Irak  unter  Einhaltung  der  oben  genannten  wirtschaftlichen  Strategien ebenfalls prosperieren könnte. Der Krieg ist zwar gewonnen, Saddam Husseins Regime zerstört, jedoch gibt es nach wie vor bewaffneten Wiederstand und werden nachts Ausgangssperren über Baghdad verhängt. Das momentan von Paul Bremer verwaltete Baghdad sieht sich Sabotageakten Seitens der Bevölkerung gegenüber, die zweitägige Stromunterbrüche und Löcher in den Ölpipe-                                           6 RODRIK, Dani (2001). „The global governance of trade. As if development really mattered.“ http://www.undp.org/mainundp/propoor/docs/ pov_globalgovernancetrade_pub.pdf [Stand: 3.7.2003] 6
  
Die Sekem-Vision. Eine Begegnung von Orient und Okzident verändert Ägypten (Taschenbuch)
von Ibrahim Abouleish,
Barbara Scheffler
Siehe auch:
What the Bleep Do We (K)now?! (Einzel-DVD)
Sonstige Artikel:
So interessant ist Physik (Gebundene Ausgabe)
von Walter Kranzer
Einfach schreiben mit dem PC. PC-Schule für Senioren. Word (Broschiert)
von Stiftung Warentest
Ghostbusters (Collector's Edition)
von Bill Murray
 
    
     
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